Wahl zum EVP-Parteivorsitzenden

Manfred Weber ist zum Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP) gewählt worden. In seiner Rede zur Wahl betonte Weber, die EVP sei die Rechtsstaatspartei Europas. Nur die EVP garantiere eine soziale Marktwirtschaft und garantiere auch in Zukunft ein starkes Europa.
EVP-Kongress Rotterdam 2022
EVP-Kongress Rotterdam 2022

Manfred Weber ist zum Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP) gewählt worden. Der 49-Jährige wurde beim EVP-Kongress in Rotterdam mit 89 Prozent der Stimmen zum Präsidenten der christdemokratischen und Mitte-rechts-Parteien in Europa gewählt, der auch CDU und CSU angehören. Weber löst den früheren EU-Ratspräsidenten und polnischen Regierungschef Donald Tusk ab, der sich wieder ganz auf die nationale Politik konzentrieren will. Die EVP ist die größte Parteienfamilie in Europa.

 

Erklärtes Ziel des Niederbayern Weber ist es, der EVP wieder mehr Bedeutung zu verleihen. In seiner Rede zur Wahl betonte Weber, die EVP sei die Rechtsstaatspartei Europas. Nur die EVP garantiere eine soziale Marktwirtschaft und garantiere auch in Zukunft ein starkes Europa. An der Bundesregierung übte er scharfe Kritik. Bundeskanzler Scholz zeige beim Krieg in der Ukraine „keinen Willen, keine Entschlossenheit, keine Führung“. Scholz und Macron müssten mehr Engagement einsetzen.

 

Weber führt seit 2014 die EVP-Fraktion im Europaparlament. „Ich bin mit Haut und Haaren Europäer“, sagte Weber. Bei der Wahl in Rotterdam waren Hunderte Delegierte aus ganz Europa, die EVP-Regierungschefs sowie auch CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder anwesend. Söder würdigte Weber im Gegenzug schon vor seiner Wahl als großen Europäer. „Wir sind stolz und freuen uns sehr für ihn.“

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